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Reformation

Mit Reformation (Iat.: Erneuerung, Wiederherstellung) wird heute eine religiöse Bewegung des 16. Jahrhunderts bezeichnet, die die Einheit der westlichen Kirchen zerbrechen ließ und sich wesentlich mit Martin Luther verbindet.

Den letzten Anstoß zur Reformation gab der Ablasshandel, mit dessen Einnahmen der Petersdom in Rom erneuert werden sollte. Martin Luther sah darin einen Missbrauch und rief zur Rückbesinnung auf die biblischen Grundlagen des Evangeliums auf.

Mit seinem Anschlag von 95 Thesen an die Kirchentür in Wittenberg am 31. Oktober 1517 fand er in ganz Europa Gehör.

Während das Mittelalter von der Unverzichtbarkeit des Priesters als Heilsvermittler überzeugt war, sollten nach Luther Christen selbst in der Lage sein, das Evangelium zu verstehen. Deshalb rief der Reformator zu Predigt und Messe in deutscher statt lateinischer Sprache auf und übersetzte die Heilige Schrift in allgemeinverständliches Deutsch.

Seine Übersetzung des Neuen Testamentes (1522) und der ganzen Bibel (1534) hatte nicht nur unmittelbare religiöse Auswirkungen, sondern es entstand ein guter Teil der heutigen, alle Deutschen verbindenden Hochsprache.

(Quelle: Meine Kirche von A-Z, Udo Hahn, Gütersloher Verlagshaus, 2003)