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Kirchliche Feste

Erfahren Sie mehr über die kirchlichen Feste in unserer Gemeinde

Gründonnerstag

Am Gründonnerstag wird in den Gottesdiensten der Einsetzung des Abendmahles durch Jesus gedacht. Nach Matthäus 26, 17-30, Markus 14, 12-26 und Lukas 22, 7-23 feierte Jesus mit seinen Jüngern am Abend vor seiner Hinrichtung (Karfreitag) ein festliches Mal.

Das Wort „grün“ leitet sich vermutlich vom mittelhochdeutschen „gronau“ (= weinen) ab, das in den Worten „grienen“ oder „greinen“ heute noch lebendig ist. In der früheren römischen Kirche wurden an diesem Tage diejenigen wieder in die kirchliche Gemeinschaft aufgenommen, die während der vorausgegangenen Fastenzeit als öffentlich Büßende, auch Weinende genannt, von der Abendmahlsfeier ausgeschlossen waren.

(Quelle: Meine Kirche von A-Z, Udo Hahn, Gütersloher Verlagshaus, 2003)

Karfreitag

Karfreitag ist der Tag der Kreuzigung Jesu auf dem Hügel Golgatha vor den Toren Jerusalems.
Der Name leitet sich von „karen“ (altdeutsch = wehklagen) ab.

Die Gottesdienste, die an diesem Tag gefeiert werden, stehen ganz im Zeichen der Trauer.
Der Altar in der Christuskirche ist am Karfreitag nur mit einer Dornenkrone auf schwarzem Tuch „geschmückt“.
Die Glocken der Kirche schweigen von Karfreitag an bis zum Morgen des Ostersonntages, an dem die Auferstehung Jesu gefeiert wird.

(Quelle: Meine Kirche von A-Z, Udo Hahn, Gütersloher Verlagshaus, 2003)

Ostern

Ostern ist das älteste aller christlichen Feste.

Im Mittelpunkt steht die Feier der Auferweckung Jesu von den Toten.

Niemand kann sagen, wie Auferstehung ist. Auch die Bibel berichtet nur vom Davor und vom Danach: Jesus wird ans Kreuz genagelt, er stirbt und wird in ein Felsengrab gelegt (Karfreitag). Seine Freunde trauern. Eine Nacht vergeht, ein Tag, wieder eine Nacht.

Im Morgengrauen des dritten Tages finden die Jünger das Grab leer vor. Der Evangelist Johannes erzählt, dass eine Frau Jesus begegnet. Sie erkennt ihn erst, als er sie bei ihrem Namen ruft. Er scheint derselbe und gleichzeitig ein anderer zu sein. Seine äußere Erscheinung ist verändert, die Beziehung nicht. Aus der irdischen ist eine himmlische Existenz geworden. Leib und Seele leben. Darauf hoffen Menschen, wenn sie Ostern feiern.

Der Termin des Osterfestes wurde auf dem Konzil von Nicäa 325 n.Chr. auf den ersten Sonntag nach dem Frühjahrsvollmond festgelegt. Deshalb fällt Ostern in jedem Jahr auf ein anderes Wochenende. Ostern schließt die 40-tägige Passionszeit (Fastenzeit) ab. Bis zum Himmelfahrtstag sind es 40 Tage, bis zum Pfingstfest insgesamt 50 Tage, weshalb auch diese Festtage im Kalender variabel sind.

(Quelle: Andere Zeiten E.V., Hamburg, Magazin 1/2010)

Himmelfahrt

Der Himmelfahrtstag ist ein Fest, das seit dem 4. Jahrhundert 40 Tage nach Ostern gefeiert wird.

Nach dem Bericht des Lukasevangeliums (24, 44-52) wird der auferstandene Jesus von Gott „erhöht“.

Die Menschen im Mittelalter haben sich die Himmelfahrt Jesu ganz realistisch vorgestellt: Sie zogen während des Gottesdienstes eine Christusfigur durch ein Loch in der Kirchendecke, aus dem es anschließend Blumen oder Heiligenbilder regnete.

Nach biblischen Berichten zeigte sich der auferstandene Jesus 40 Tage lang seinen Freunden, dann wurde er von einer Wolke umhüllt in den Himmel gehoben.

Auch Lukas erzählt in der Apostelgeschichte von verblüfften Jüngern, die zum Himmel sehen. Aber: Der Himmel ist kein Ort, sondern ein Zustand.

Jesus ist bei Gott und Gottes Reich ist überall und mitten unter uns. Er ist zwar körperlich nicht mehr anwesend, aber wir sind nicht uns selbst überlassen. Wir haben seine Regeln, die Bergpredigt, die Feindesliebe. Mit ihnen sollen wir an einer neuen Ordnung der Welt arbeiten. Wir sind dran – bis heute.

(Quelle: Andere Zeiten E.V., Hamburg, Magazin 2/2010)

Pfingsten

Nach Ostern saßen die Freunde und Freundinnen Jesu ständig beieinander und erinnerten sich. Angst und Ratlosigkeit, Trauer und Freude hatten sie noch enger zusammengeschweißt.

Dann, an Pfingsten, dem fünfzigsten Tag nach Ostern, hatten sie das Gefühl, dass Jesus bei ihnen war. Hatte er nicht auch versprochen: Gott wird euch in meinem Namen den Geist der Wahrheit senden, der wird euch trösten und an alles erinnern, was ich gesagt habe.

Pfingsten in Jerusalem, damals: In aller Öffentlichkeit redeten sie so erfüllt und begeistert von Gott und von Jesus, dass manche sie für betrunken hielten. Sie predigten aber so glaubwürdig, dass sich Zuhörende taufen ließen.

Das war der Geburtstag der Kirche.

Von da an breitete sich das Evangelium in alle Welt aus und ist bis heute nicht zu stoppen, weder durch Verfolgung noch Gleichgültigkeit. Wo der Heilige Geist die Menschen berührt, da werden Erinnerungen lebendig, alte Texte hochaktuell, Menschen getröstet und begeistert.

(Quelle: Andere Zeiten E.V., Hamburg, Magazin 2/2009)

Weihnachten

Warum Weihnachten? Weil Jesus geboren wurde. Deshalb wird Weihnachten auch Christfest genannt.

Weil Gott der Welt seinen Sohn schenkt, schenken sich Menschen aus Freude darüber Geschenke.

Die Weihnachtszeit beginnt am 25. Dezember mit dem eigentlichen Christfest und endet am 6. Januar, dem Tag von Epiphanias.

In den Gottesdiensten am Heiligen Abend (24. Dezember) wird Lukas 2, 1-20 gelesen. Erste Belege für die Feier des Weihnachtsfestes finden sich im 4. Jahrhundert in Rom.

Wohl von keinem anderen Fest geht eine so starke Faszination aus. Das kleine Kind in der Krippe weckt die Sehnsucht nach einem Neuenfang , die viele Menschen erfüllt. Jede Kerze, die angezündet wird, Licht spendet und einen Raum hell macht, wird zum Symbol dieser Sehnsucht.

Weihnachten bedeutet: Das göttliche Licht leuchtet in der Finsternis der Welt auf. Neues entsteht und bahnt sich seinen Weg. Die Verheißung von Gottes Nähe wird durch die Geburt Jesu offenbar.

(Quelle: Meine Kirche von A-Z, Udo Hahn, Gütersloher Verlagshaus, 2003)